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Von Analog zu Digital

Der Einsatz intelligenter Systeme in Unternehmen.

Die Digitalisierung erreicht immer mehr Bereiche der Wirtschaft und Gesellschaft. Aber was steckt dahinter? Wie hilft uns Digitalisierung in unserem täglichen Arbeitsumfeld?

Digitalisierung wird als ein Umwandlungsprozess von analogen Informationen in ein digitales und maschinenlesbares Format verstanden. Dieser Umwandlungsprozess erlaubt es, Prozesse zu optimieren und kosteneffizienter zu gestalten. Die Digitalisierung führt zu einer Vernetzung der unbelebten Materie, welche auch unter den Stichwörtern Smart Factory oder Industrie 4.0 bekannt ist. Laut der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) sind die Kennzeichen der Industrie 4.0 „die Fertigung individualisierter Produkte bis hin zur Losgröße eins unter den Bedingungen einer hochflexibilisierten Produktion sowie die Entwicklung von Verfahren zur Selbstoptimierung, -konfiguration und -diagnose“.

Bei den Verfahren zur Selbstoptimierung, -konfiguration und -diagnose bedarf es intelligenter Systeme, die miteinander vernetzt sind, gepaart mit dem Faktor Mensch. Somit kommunizieren Sensoren, Systeme, Maschinen, Produkte und Menschen direkt miteinander. Laut Meinhardt und Wortmann definiert diese direkte Vernetzung von Sensoren, Maschinen und Mensch den Begriff des Internet of Things (IoT).

Laut Prof. Dr. Felix Wortmann ist das Internet der Dinge ein Sammelbegriff für alle Technologien, die die Vernetzung und die Zusammenarbeit der physischen und der digitalen Welt – den Objekten, Individuen und Systemen – ermöglichen. Die Implementierung von IoT-Systemen erfordert Investitionen, deren Kosten-Nutzen-Verhältnis im Vorfeld unklar ist. Diese Investitionen sind nicht losgelöst von der Ist-Situation zu betrachten, da viele Unternehmen Soft- und Hardwareverträge besitzen, die eine mehrjährige Laufzeit haben. Durch steigende Komplexität der Prozesse sind allerdings IoT-Lösungen eines Herstellers nicht immer passend. Neue Technologien müssen somit häufig mit der vorhandenen Soft- und Hardware kompatibel sein, um die Investitionskosten so gering wie möglich zu halten.

Die Datengenerierung nimmt bei IoT-Systemen einen zentralen Punkt ein. Dies erreicht man mittels Sensoren, die den Ist-Zustand einer Umgebung oder eines Prozesses erfassen und analoge Werte in digitale Größen umwandeln. Auf der Grundlage von Sensordaten können Bewegungen, Wissen und Prozesse überwacht und kontrolliert werden. Infolgedessen lassen sich passende Maßnahmen ergreifen, die eine Prozessoptimierung möglich machen.

Smarte Systeme

Daten bestimmen die Entscheidungen in der heutigen Welt. Daten gelten heute sogar als eigene Währung. Vielfach werden diese Daten zur Generierung von Wettbewerbsvorteilen genutzt. Dies geschieht, indem kundenbezogene Daten gesammelt und ausgewertet werden und das Produkt besser auf den Kunden abgestimmt wird. Daten spielen jedoch nicht nur eine Rolle bei der Verbesserung von Produkten, sondern dienen auch allgemein zur Verbesserung des Lebens der Anwender durch smarte Systeme.

Wie können intelligente Systeme definiert werden und was sind ihre Eigenschaften? In der Literatur findet man folgende Faktoren, die für ein smartes System sprechen: Kommunikationsfähigkeit, eingebettetes Wissen, Lernfähigkeit, Entscheidungsfähigkeit, Wahrnehmungsfähigkeit sowie die Fähigkeit zur Steuerung.

Dies bedeutet, dass smarte Systeme in der Lage sein sollen, Daten auszutauschen und miteinander zu interagieren. Diese Kommunikationsfähigkeit stellt eine notwendige Bedingung dar, um eine Interoperabilität der Systeme zu gewährleisten. Des Weiteren müssen menschliche Erfahrungen und Informationen über die Umgebung Eingang in das System finden. Dies wird als eingebettetes Wissen bezeichnet. Durch die Aufnahme von Daten lernt das System und ermöglicht ein adaptives Verhalten, um mit neuen Situationen adäquat umzugehen. Das gesammelte Wissen wird vom System genutzt, um eigene Entscheidungen zu treffen. Damit Informationen über die Umgebung Eingang in das System finden können, bedarf es einer Wahrnehmungsfähigkeit, die durch Sensoren gewährleistet wird. Die durch die Sensoren aufgenommenen Daten werden vom System verarbeitet, um Aspekte des menschlichen Lebens zu verbessern.

Veränderung im täglichen Arbeitsumfeld

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Einsatz von smarten Sensoren im Zusammenhang mit intelligenten und vernetzten Systemen eine große Auswirkung auf Gesellschaft und Wirtschaft hat. Überall werden Daten von Sensoren gesammelt und deren Datenbanken in der Cloud synchronisiert. Durch den Einsatz von smarten Systemen, Produkten oder der Automatisierung von täglichen Prozessen wollen Unternehmen Kosten senken und die Effizienz steigern. Die Digitalisierung wird so eine radikale Veränderung im täglichen Arbeitsumfeld hervorrufen.

Smarte Geräte werden immer häufiger auch im Büro- und Gebäudebereich installiert, um die Produktivität zu steigern, da erwiesen ist, dass das Wohlbefinden der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in engem Zusammenhang mit deren Produktivität und Effizienz steht. Das sorgt dafür, dass die Anforderungen der Unternehmen an die Büroflächen steigen und sie zum Beispiel durch den Einsatz eines Sensor-Konzepts den Komfort für ihre Mitarbeitenden verbessern wollen.